© Werner Bischof
Auf der Straße nach Cuzco, Peru, 1954
Werner Bischof/Magnum Photos/Focus
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Auf der Straße nach Cuzco, Peru, 1954
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Ausstellungen, zum Beispiel ...
Henri Cartier-Bresson
Der entscheidende Augenblick, in dem sich ein Ereignis zu einer mythischen Erzählung verdichtet, verlangt in der Rückschau stets nach einer plausiblen Erklärung. Dessen war sich auch David Seymour bewusst, als er im Spätsommer 1956 mit der Aufgabe betraut wurde, für den Katalog der Industriefachmesse photokina in Köln einen programmatischen Text über Magnum zu schreiben. Es galt schließlich, gegenüber einer breiten Öffentlichkeit die Ausnahmestellung der verschworenen Fotografen-Kooperative herauszustellen.
Als Gründungsmitglied der Agentur war »Chim«, wie der polyglotte Bildreporter aus Warschau von allen genannt wurde, geradezu prädestiniert, eine beispiellose Erfolgsstory des Fotojournalismus in Worte zu fassen. Nach dem tragischen Tod des charismatischen Initiators Robert Capa im Mai 1954 agierte er zudem offiziell als Präsident der »Magnum Inc.«, die Repräsentanzen in Paris und New York vorweisen konnte. Chims Ausführungen beginnen denn auch mit dem Hinweis auf das legendäre Gründungstreffen, das der weltberühmte Kriegsreporter im Frühjahr 1947 anberaumt hatte. Es markiert bis heute den ersten chronologischen Bezugspunkt, der Magnum zum Mythos werden ließ:
»Als Robert Capa für unseren Kreis, den wir soeben gegründet hatten, den Namen Magnum vorschlug, waren wir alle damit einverstanden. Wir hatten das Gefühl, dass der Name richtig war. Er bedeutete für uns einen Lebensinhalt, nämlich ständig auf der Suche nach großartigen Bildern zu sein. Es gab uns gleichzeitig einen Vorgeschmack auf eine anständige Flasche Champagner und ein fröhliches Zusammensein.«
Textauszug
© Christoph Schaden 2008